Anwendungsbeispiele

Sales and Operations Planung

Will man in der SOP zuverlässige Aussagen erhalten, so ist eine Planung auf detaillierter Ebene nötig. Diese jedoch erfordert den Umgang mit vielen Planungsobjekten und kann daher in einem transaktionalen ERP-System nicht genügend schnell realisiert werden. Bei einem In-Memory-System können Aggregationen zur Laufzeit über unterschiedliche Produktgruppen und Zeiträume hinweg innerhalb weniger Augenblicke erfolgen. Auch lassen sich Periodengröße und Gruppierung zur Laufzeit umschalten.

Strategische Simulation

Die Simulation neuer Produkte oder die Unterstützung von Investitionsentscheidungen durch die Simulation neuer Anlagen und Ressourcen ist die Domäne der strategischen Simulation. Auch hier entstehen viele Datenobjekte, will man die Simulation auf realistischen Annahmen gründen (Umrüstzeiten, Fertigungsversionen, Rezeptgültigkeit, Anlaufkurven usw.). Mit transaktionalen Systemen lassen sich diese Mengengerüste nur im Batchlauf (über Nacht) bewältigen. Im In-Memory-System liegen die Antworten sehr viel schneller vor.

Während in der taktischen und SOP-Planung allein innerhalb gegebener Betriebsmittel eingeplant wird, können in der strategischen Kapazitätssimulation auch die Betriebsmittel variiert werden, z.B. um Kapazitätserweiterungen, aber auch deren Reduktionen zu simulieren. Funktionen wie simulatives Anlegen zusätzlicher Ressourcen / Arbeitsplätze, simulatives Verändern des Kapazitätsangebotes, simulatives Blockieren vorhandener Ressourcen und simulatives Modifizieren vorhandener Arbeitspläne, z.B. durch das Zufügen angelegter zusätzlicher Ressourcen als alternative Fertigungsversionen, sind Bestandteil der Lösung.

Margenoptimierung

Gerade bei schwankenden Rohstoffpreisen und alternativen Fertigungsverfahren kann die vergleichende Bewertung von Szenarien zu deutlich höheren Einsparungen führen, als z.B. Working Capital Betrachtungen. In den untersuchten Fällen lagen sie im oberen einstelligen und niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Margen können z.B. gezielt durch die Reduktion der Produktionskosten, das Ausnutzen von volatilen Rohstoffpreisen und Wechselkursen oder eine bessere Bedarfsbefriedigung (z.B. durch alternative Lieferungen eines höherwertigen Artikels um zusätzliche teure Umrüstungen zu vermeiden) maximiert werden. Sind beispielweise die Rahmenbedingungen für die Produktion sehr dynamisch, z.B. durch stark sinkende Nachfrage, volatile Rohstoff-, Energiepreise und Wechselkurse, dann müssen die Strategien und Zielfunktionen der Produktion ebenso schnell angepasst werden. Von bestmöglicher Auftragsbefriedigung verschiebt sich die Priorität bei Kapazitätsüberschüssen möglicherweise in Richtung maximaler Margen oder minimaler, aber kostendeckender Verkaufspreise. In die Margenoptimierung gehen planerische Informationen (Auftragslage, verfügbare Kapazitäten etc.) aber auch kaufmännische Informationen (Preise, Wechselkurse, Transportkosten) ein.

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